Stand Up Paddling mit Hund funktioniert hervorragend und schafft eine noch engere Bindung zwischen Mensch und Tier. Hat man die ersten Hürden überwunden stehen gemeinsamen Abenteuern auf dem Wasser nichts mehr entgegen. Damit das Wagnis SUP mit Hund klappt, haben wir hier einen Ratgeber geschrieben, der dir von der Wahl des richtigen Hunde SUP Boards bis hin zu den ersten Schritten auf dem Wasser hilft.

SUP Board mit Hund

Die besten SUP Boards mit Hund

Das eine beste Hunde SUP Board gibt es leider nicht. Allerdings gibt es Orientierungspunkte anhand dessen sich die Auswahl eingrenzen lässt. Außerdem zeige ich dir hier meine Empfehlungen für den Start ins kühne Abenteuer auf dem Wasser.

SUPwave Stemax Wild Dog 11’0

SUPwave Stemax Wild Dog 11'0

  • Tragkraft: 205 KG
  • Maße: 335 cm x 86 cm x 15 cm
  • Volumen: 347 Liter
  • Gewicht: 11,3 KG
  • Rutschfest: Ja

Kaum Wünsche offen lässt das SUPwave Wild Dog 11´0. Es ist angenehm breit, so dass auch der tierische Freund gut Platz nehmen kann. Im Lieferumfang sind Pumpe, Rucksack, Finnen, Leash und ein Reparatur-Set enthalten.

Aqua Marina Monster 12″

AQUA MARINA, MONSTER+CARBON-Paddle, Paddle Board, SUP, 330x75x15 cm

  • Tragkraft: 160 KG
  • Maße: 365 cm x 82 cm x 15 cm
  • Volumen: 347 Liter
  • Gewicht: 12,5 KG
  • Rutschfest: Ja

Auch auf dem Aqua Marina Monster werden sich Mensch und Hund gut zurecht finden. Das Board ist mit 82 cm noch ausreichend breit und satte 365 cm lang. Dank seiner 15 cm Dicke kommen auch Beginner mit dem Board zurecht und im Zubehör ist alles enthalten um direkt mit dem Training zu starten.

iRocker Cruiser iSUP

  • Tragkraft: 197 KG
  • Maße: 320 cm x 84 cm x 15 cm
  • Gewicht: 11,3 KG
  • Rutschfest: Ja

Der iRocker Cruiser hält auch große Hunde aus. Mit seinem Gewichtslimit von fast 200 KG kann selbst die Deutsche Dogge mit an Board. Ein leichtes Fiberglas Paddel und das gesamte benötigte Zubehör wie Rucksack und Pumpe sind mit von der Partie. Das Deck Pad besitzt im mittleren und hinteren Teil eine Krokodilstruktur für besseren Grip. Drei Finnen geben dem aufblasbaren Hunde SUP Board zusätzliche Kippstabilität.

Grundsätzliche Überlegungen

SUP Board Auswahl für Fahrten mit Hund

Fährt ein Hund mit kommen zu den normalen Anforderungen an Fahrer und Tour-Vorlieben noch die Eigenschaften des Hundes mit hinzu. Er benötigt eine ausreichend breite Liegefläche. Diese hängt wiederum von der Größe deines Tieres ab. Ein rutschfestes Deck bietet deinem Hund viele Vorteile. Ideal ist, wenn die Oberfläche vollflächig mit einem Deckpad beklebt wurde.

Damit das Board gut im Wasser liegt, während ihr beide Fahrt achte beim Kauf unbedingt auf die maximale Zuladung. Überschreitest du das Gesamtgewicht seid ihr ständig mit Wasser in Kontakt und kommt schlecht vorwärts.

Du kannst die folgende Berechnung anstellen:

  • Dein Gewicht + Gewicht deines Hundes + 2-5 Kilo für nasses Fell + 2-3 Kilo Kleidung und Schwimmweste

Auch wenn die Aussage pauschal gehalten ist, für unsere Gefilde solltest du bei einem Allrounder Board oder einem breiten Touring SUP Ausschau halten. Allrounder sind etwas breiter geschnitten, Touring Boards dafür etwas länger. Achte beim Kauf eines Hunde SUP darauf, dass das Board 6 Inch Dicke bzw. 15 cm Dicke aufweist. Diese Boards haben per se eine höhere Zuladung.

Du möchtest mit Sicherheit keine Einbußen beim Thema Mobilität machen. Daher wählst Du ein Inflatable SUP (iSUP) aus. Dies sind aufblasbare Boards, die sich einfach aufblasen und im Rucksack verstauen lassen. Sie sind viel robuster als du vermutest, du musst keine Sorge haben, dass dein Hund das Board zerkratzt oder Löcher mit den Krallen in die Außenhaut reißt.

Falls du die Oberfläche dennoch zusätzlich schützen möchtest kannst du dir mit einem Board Pad behelfen.

Angebot
Sports SUP Board Pad für Hunde
  • Hinzufügen Custom Polster und Schutz zu Ihrem Board
  • 3 M peel-n-stick EVA-Schaum
  • 3 mm starkem Schutz vor Dellen und scatches
  • Personalisieren to Board Größe

SUP mit Hund – So gehts in vier Schritten

Damit dein Hund von Anfang an Spaß am Stand Up Paddling hat solltest Du ihn langsam an das Board und an das Wasser gewöhnen. Für deinen Hund ergibt sich eine völlig neue Situation, die er anfangs nicht einschätzen kann. Bist du zu hastig und verlangst zu schnell alles ab, kann es sein, dass dein Hund bei der nächsten SUP Tour Angst vor dem Board hat und nicht mehr gerne mitfährt. Vertrauen und die Bindung zwischen Mensch und Hund spielen beim SUP eine große Rolle. Für viele Menschen stellt es auch eine Chance dar an der Beziehung zum Hund aktiv zu arbeiten.

1. Schritt – Eingewöhnen und Kennenlernen

Gib deinem Hund die Chance, das SUP Board in Ruhe an Land kennen zu lernen. Lass es ihn beschnuppern und begutachten. Du kannst dein aufblasbares Board und im Besonderen die Oberfläche vor den Krallen übrigens gut mit einer rutschfesten Gummimatte schützen. Viele Bretter haben aber bereits eine robuste Oberfläche. Wichtiger ist im ersten Schritt, dass dein Vierbeiner keine schlechten Erfahrungen sammelt, in dem er vom SUP herunterrutscht. Wenn Du Platz im Garten oder in den Räumen hast um das Board dort aufzubauen, dann nutze die Gelegenheit. Versüße ihm den Aufenthalt auf dem Board mit Leckerchen, Streicheleinheiten und gutem Zureden. Stelle in jedem Falle sicher, dass das Board fest und stabil steht.

Setze dich ruhig auch zwischendurch hinzu. So kann sich das Tier bereits an deine Anwesenheit auf dem Board gewöhnen. Wenn es dann aufs Wasser geht, hat er die Theorie schon fest verinnerlicht. Auch das Auf- und Abspringen vom Board lässt sich an Land gut üben.

Wenn Du vorher noch kein SUP Board gefahren bist, musst du dich natürlich ebenfalls mit dem Material und seinen Eigenschaften auseinander setzen. Keine Sorge, SUP fahren lernen kann man in weniger als 5 Minuten. Erst wenn Du deine Paddeltechnik verfeinert hast, Wendungen und Stops beherrscht und sicher wieder zurück an Land findest, rückt der richtige Moment in die Nähe. Deine erste Ausfahrt machst du aber bitte ohne deinen treuen Wegbegleiter und sammelst alleine Erfahrungen.

2. Schritt – Im Sitzen zum Erfolg

Beim SUP mit Hund kommt es nicht darauf an, das Tier möglichst schnell an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Lass ihm und dir genügend Zeit das Board kennen zu lernen. Die ersten Minuten auf dem Wasser können daher ruhig und im beidseitigen Sitzen von statten gehen. Setzt euch dabei gegenüber und schaut euch zu, während ihr an einer flachen Seestelle das erste Mal auf dem Wasser seid. Ihr gewöhnt euch nun beide an das sanfte Schaukeln und natürlich an das Board. Kleine Übungen wie Sitz und Platz oder Pfötchen geben können zur Auflockerung beitragen, da dein Hund dann eine Beschäftigung hat die seine Aufmerksamkeit erfordert. Und ehe er sich versieht, empfindet er das Fahren auf dem SUP als normal. Das Kommando „Bleib“ sollte in jedem Falle auch eingeübt werden, damit deine Fellnase nicht einfach vom Brett springt und euch damit in eine Gefahrensituation bringt.

3. Schritt – Mit dem Paddeln beginnen

Ebenfalls im Sitzen beginnst du nun, dein Paddel zu benutzen. Auch hieran muss Hund sich gewöhnen. Denn das Paddel wird ihm links wie rechts demnächst häufiger am Kopf vorbeisausen, wenn du die Seiten wechselst. Die ersten Schläge machst du aber ganz langsam und in Ruhe. Falls er das Paddel nochmal eingehend beschnüffeln möchte, leg es ruhig nochmal zwischen euch und gib ihm die Zeit zur Begutachtung. Das klappt auch? Prima. Dann kannst du langsam aufstehen und mit dem Paddeln im Stehen beginnen.

4. Schritt – Volle Fahrt voraus

Jetzt nehmt ihr Fahrt auf. Du machst ruhig deine Paddelbewegungen und beobachtest dabei deinen Hund. Wird er unruhig unterbrichst du die Fahrt und setzt dich wieder zu ihm. Streichle ihn kurz, beobachte die Situation und dann probierst du es erneut. Bei der Fahrt wird es etwas wackeliger, aber auch daran gewöhnen sich Mensch und Hund sehr schnell. Wenn ihr bis hierhin gekommen seid. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß bei den nächsten SUP mit Hund Touren.

Am Ende der Bemühungen sollte das Vertrauen soweit gestärkt sein, dass dein Hund der gerne auf das Board folgt. Ihr sollt eure Reisen gemeinsam genießen und du hast als Verantwortlicher die Kontrolle darüber fest in deiner Hand. Lass dir mit der Eingewöhnung Zeit. Ängstliche Hunde brauchen mehr Training und du mehr Geduld. Versuche die Körpersprache des Tieres zu deuten und unterbreche deine Trainings und Ausfahrten wenn dein Vierbeiner unter Dauerstress steht.

Unsicher? Buche einen der vielen Hunde SUP Kurse in deiner Region

Unsere Anleitung hat dir nicht geholfen oder deine ersten Versuche sind fehl geschlagen? In fast allen Regionen bieten Hundeschulen SUP Kurse mit Hund an. Vorkenntnisse im Stand Up Paddling werden selten vorausgesetzt. Die Grundkommandos Sitz und Platz sollte dein Tier aber beherrschen. Da häufig Gruppenkurse angeboten werden, sollte dein Hund mit Artgenossen verträglich sein. Informiere die Kursleiter im Vorfeld über bekannte Problemsituationen. Oftmals finden sich dann auch Sonderlösungen oder die Möglichkeit, ein Einzeltraining zu belegen.

Braucht mein Hund eine Schwimmweste?

Auch wenn dein Hund ein guter Schwimmer ist, sollte er beim SUP Paddling und generell beim Wassersport immer eine Schwimmweste für Hunde tragen. Kommt es zu einer Notsituation hast du eine Sorge weniger und dein Hund kann sich voll darauf konzentrieren an Land zu schwimmen. Ein weiterer praktischer Vorteil der Hundeschwimmwesten sind die Haltegriffe am Nacken des Tieres.